Wednesday, November 26, 2008

Es waren nicht nur die “bösen” Banker (financial crisis not only because of banks)

Laut Kleiner Zeitung vom 26. November sollen die Städte Klagenfurt und Villach über 7 Millionen Euro verloren haben. Wir müssen also nicht nur für die Verluste unserer top-bezahlten geldgierigen Banker aufkommen, sondern auch für die Verluste unserer Politiker, die allerdings durch diese Geldanlagen persönlich nichts verdient haben (im Gegensatz zu den Bankmanagers, die kräftige Jahresbonusse einkassierten).

Diese Situation zeigt eines : Es waren nicht einzelne Menschen aus der Finanzwelt in New-York, London oder bei der Hypo-Alpe-Adria, die geglaubt haben, man könne mehr verdienen als die anderen, oder als die Vorgänger. Es war und bleibt wahrscheinlich heute noch die Mentalität unserer Zeit: Wir wollen einfach mehr verdienen, ob für uns oder für unsere Unternehmen oder Gemeinden. Wer mit seinem Geld oder das Anderer (Aktionäre oder Steuerzahler) weniger erzielt, gilt als Idiot.

In St. Veit sagt Bürgermeister Gerhard Mock “Wir wurden zwar wegen geringer Erträge belächelt, jetzt lachen wir”. Die Stadt hat nämlich nur Staatsanleihen gekauft, und nicht etwa wie Villach 15% ihres Geldes in Aktien  angelegt. Die traditionellen Grundregeln der Finanz-welt gelten auch in unserem Zeitalter : Wer mehr gewinnen will, muss größere Risiken eingehen.

Some Austrian cities have lost a few million euros due to the financial crisis. Others not. The difference is that those who have lost money earned a few years ago better returns on their capital investments. The capital rule that better earnings mean greater risks had not only been forgotten by our greedy bankers, but by a lot of people among us.

Posted by Wilfried Bartsch in 10:51:55 | Permalink | No Comments »

Sunday, November 16, 2008

Biolandwirtschaft und Finanzkrise (Organic farming & financial crisis)

Aus analogischer Sicht kann man ein Parallel zwischen einer Regel der biologischen Landwirtschaft und der jetzigen Finanzkrise ziehen, nämlich der Umgamg mit künstlichen Mitteln. In der Landwirtschaft hat die  Anwendung chemischer künstlicher Dünger zwei Seiten : In kurzer Zeitz werden die Erträge besser, aber auf langer Sicht wird der Boden ärmer und die Menschen krank. Daher meinen die Biobauer, man solle es lassen.

In der Finanzwelt  hatten die komplexen Produkte wie “subprimes” auch zwei Seiten. Die Banken und Anleger konnten schnell eine bessere Rendite bekommen, die aber künstlich war, da der reale Wert der ”subprimes” - minderwertige risikoreiche Hypothekenanleihen - viel niedriger war als deren verhandelte Preis. Jetzt müssen der “Boden” und die “Menschen”, sprich die reale Wirtschaft und die Arbeitnehmer, den Preis dafür zahlen : Rezession und steigende Arbeitslosenzahl.

Brauchen wir statt einer künstlichen Finanzwelt eine Öko-Finanzwelt ?

Chemical fertilizers increase in the short run the returns in agriculture, but in the long run (according to organic farmers) the ground gets ruined and people get sick. In the world of finance subprimes and other complex products increased in the short run the returns of banks and investors. But a few years later, e.g. now, real economy is getting ruined by it and people are hurt by unemployment. Do we need organic finance ?

Posted by Wilfried Bartsch in 09:43:14 | Permalink | Comments (2)

Saturday, November 8, 2008

Wir sind das Hauptproblem. (We are the main issue)

Als der Ostblock vor 20 Jahren zusammen gebrochen ist, haben wir gedacht, daß der Kapitalismus gesiegt hatte. Dies war falsch. Der Kommunismus hatte verloren, ob der Kapitalismus Sieger oder auch Verlier ist, wird sich erst jetzt zeigen.

Der Kapitalismus ist weder gut noch schlecht. Er wird erst durch unsere Mentalität zu einem guten oder schlechten System. Die Banken haben seit den 80er Jahren in den USA immer komplexere Finanzprodukte entwickelt, die immer mehr Gewinn gebracht haben, und immer einen größeren Risiko dargestellt haben. Daß alles zusammengebrochen ist, ist ganz normal. Risiken verwirklichen sich eben eines Tages.

Um solch eine Krise in Zukunft zu vermeiden, werden die Banken wieder vorsichtiger sein müssen. Aber das reicht nicht aus. Erst wennn wir unsere egoistische Geldgier in den Griff bekommen, wird Kapitalimus wirklich zu ertragen sein. Sonst werden immer wieder einige viel Geld mit neuen risikoreichen Ideen gewinnen, und die anderen irgendwann dafür zahlen müssen.

Capitalism is not a good system. It is not a bad system either. It may become good or bad according to our mentality and the way we are using it. So, if we want to avoid financial crisis in future, let´s develop a better mentality.

Posted by Wilfried Bartsch in 17:32:58 | Permalink | No Comments »